Gemeindewappen
Über Initiative von Bgm. Johann Tomberger bereitete der Gemeinderat im Herbst 2004 die Erstellung eines Gemeindewappens für unsere Gemeinde vor. Dies war gar nicht so einfach, besteht die Gemeinde Stainztal ja erst seit dem 1. Jänner 1969 und gehört zudem 4 Pfarren als kulturelle und alter gewachsene Kulturzentren an.
Der sensationelle Fund der ca. 16 Millionen Jahre alten Langschnabelschnecke „Rostellaria“ von Wetzelsdorf erleichtert dieses Vorhaben ungemein.
Die Rostellaria-Schnecke ist ein sensationeller Fund, der in Wetzelsdorf 1899 bei Ausgrabungen erstmals entdeckt wurde. Sie wurde später auch in Weitendorf, Fuggaberg, St Josef, Pöls, Wildon und in Hieflau entdeckt. Im Roten Meer ist die Rostellaria-Schnecke noch heute zu finden.
Über Vorschlag der Verleihungsbehörde des Amtes der Steiermärkischen Landesregierung – Landesarchiv wurde nachstehender Entwurf dem Gemeinderat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt:
"In einem von Blau und Rot durch ein goldenes fossiles Schneckengehäuse mit nach links unten zeigendem Schnabel schrägrechts geteilten Schild links oben drei, rechts unten zwei goldene Lilien."
Das fossile Schneckengehäuse ist jenes der Art "Rostellaria", wie sie im bedeutenden Fundort Wetzelsdorf i. d. Weststeiermark gefunden wird - ein paläontologisch sensationelles Stück, das die Gemeinde Stainztal in der Wissenschaft bekannt gemacht hat und ein einmaliger Fund in Europa ist. Die fünf Lilien stehen für die laut Amtskalender fünf Katastralgemeinden der Gemeinde, nämlich Grafendorf, Graggerer, Mettersdorf, Neudorf und Wetzelsdorf und verweisen auf die im Besitz der Gemeinde befindliche, der hl. Maria geweihte Dorfkirche in Mettersdorf. Die Lilie ist das heraldische Zeichen der Mutter Gottes. Gold entspricht dem gelblichen Farbton des Fossils, die Farbe blau kann zusätzlich zum Stainzbach auch mit dem „Urmeer“ in Verbindung gesetzt werden."
Mit Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 7. März 2005 wurde das Recht zur Führung eines Gemeindewappens durch die Gemeinde Stainztal verliehen, die tatsächliche Überreichung der Urkunde fand am 8. Juli 2006 statt.
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